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In der heute durchweg digitalisierten Welt wollen Unternehmen vor allem effizienter werden und agil bleiben. Branchenübergreifend äußern sowohl Führungskräfte als auch Verbraucher ähnliche Erwartungen. 

77 % der weltweit führenden Unternehmen betonten in einem kürzlich erschienen Bericht, eine betriebliche Optimierung durch digitale Transformation sei unumgänglich. In einer anderen Umfrage prognostizieren ebenso 88 % der Verbraucher: Unternehmen werden ihre digitalen Initiativen in diesem Jahr intensivieren.

Digitale Transformation ist der Schlüssel für mehr Innovationskraft und schnelles Reagieren auf dynamische Kundenanforderungen. Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, setzen Organisationen auf die Automatisierung von Geschäftsprozessen. 

Dieser Blogartikel liefert eine Definition von Business Process Automation und erklärt deren wichtigste Funktionen. Es ist der erste Beitrag einer mehrteiligen Blogserie, die Automatisierung und ihre Vorteile in der heutigen digitalen Wirtschaft näher beleuchtet. 

Business Process Automation (BPA): eine Definition 

Bei Business Process Automation (BPA) handelt es sich um Software, die manuelle Aufgaben für mehr Effizienz und Mitarbeiterproduktivität automatisiert. Vereinfacht gesagt können Unternehmen mit Automatisierung schnell auf Marktanforderungen reagieren und ihr Geschäftswachstum optimieren. Automatisierung kann in allen Geschäftsprozessen zur Fehlerreduzierung und Kostensenkung eingesetzt werden. 

Beispielsweise nutzt der Kundensupport KI-Chatbots zur Automatisierung typischer und einfacher Kundeninteraktionen, etwa beim Besuchen einer Einzelhandelswebsite oder einer kommerziellen Serviceplattform. Diese Bots bearbeiten Anfragen. Nur Kundenanliegen, die einen menschlichen Kontakt erfordern, werden sie an einen Ansprechpartner weitergeleitet. Auch im kleineren Maßstab wird Automatisierung in vielen verschiedenen Varianten künftig eine wichtige Rolle spielen. 

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Abgesehen von beschleunigten und rationalisierten Prozessen kann Business Process Automation das Bereitstellen neuer Produkte, das Einbinden neuer Wertschöpfungsketten oder das Erschließen neuer Umsatzkanäle vereinfachen. Das kann Unternehmen revolutionieren. Sie werden zu Wegbereitern der digitalen Transformation. 

Die Vorteile der Automatisierung sind vielfältig: rasche Reaktion auf Kunden- und Marktanforderungen, schnellere Bereitstellung von Ressourcen und Risikominimierung. Und durch neu gestaltete Mitarbeiter-, Kunden- und Produkterlebnisse erhöht Automatisierung Transparenz, Kundenzufriedenheit und Umsätze.

Ansätze für Business Process Automation

Was sind die gängigen Verfahren für die Automatisierung von Geschäftsprozessen? In der Regel werden über ein Business Process Management (BPM)-Tool beteiligte Systeme über Direktverbindungen konsolidiert. Diese Strategie hat jedoch einen gravierenden Nachteil: Die vielfältigen Verbindungen können sich überlagern und bei komplexen Prozessen zu unklaren Daten führen. Im digitalen Zeitalter ist Transparenz wichtig für optimale Automatisierung, gerade weil ein einziger Prozess heute durchschnittlich 35 verschiedene Systeme umfassen kann. 

Business Process Automation stützt sich hauptsächlich auf zwei Teilbereiche: API-basierte digitale und UI-basierte robotergestützte Prozessautomatisierung.

Digitale Prozessautomatisierung (DPA)

Digitale Prozessautomatisierung (DPA) bietet, wie schon der Begriff sagt, digitale Automatisierungstechnologien – oft in Form von APIs oder anderer Software. Ein programmgesteuerter Zugriff auf Funktionen oder Daten kann bei modernen Anwendungen (einschließlich cloudbasierter Dienste) nur über APIs erfolgen. Mit APIs können Entwickler:innen ein Netzwerk aus Apps, Daten und Geräten aufbauen, unabhängig davon, ob die APIs lokal, in der Cloud oder in einer hybriden Umgebung genutzt werden. 

Ebenso können Anwender diese Konnektoren nutzen und so auf eine Vielzahl von Automatisierungsfunktionen zugreifen, ohne selbst Code schreiben zu müssen. Einem Mordor Report zufolge wird der DPA-Markt im Jahr 2020 auf 3,6 Milliarden Dollar geschätzt und soll bis 2027 auf 11,46 Milliarden Dollar anwachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 17,67 % entspricht.

Robotic Process Automation (RPA)

Wenn eine Automatisierungsplattform einen benötigten Konnektor nicht anbietet oder die Anwendung selbst keine APIs hat, kommt robotergestützte Prozessautomatisierung (RPA) ins Spiel. RPA ermöglicht die Automatisierung in Legacy-Systemen, die typischerweise keine APIs aufweisen. 

Unternehmen müssen hier nicht auf Cloud-Software zurückgreifen, sondern können mit Robotic-Process-Automation-Tools digitale Mitarbeiter in Form von künstlicher Intelligenz bereitstellen. Diese „Roboter“ übernehmen menschliche Routineaufgaben, interpretieren Anwendungen für interne Prozesse und kommunizieren mit anderen digitalen Systemen. Der RPA-Markt wurde 2020 auf 1,57 Milliarden geschätzt. Laut Berichten wird er von 2021 bis 2028 eine jährlichen Wachstumsrate von 32,8 % verzeichnen. 

Integration und Automatisierung sind eng verknüpft

Es ist wichtig zu verstehen, welche Rolle Integration im Bereich Business Automation spielt, denn die Optimierung gleicher und überlappender Prozesse erschließt Potenzial für Kostensenkung und Produktivitätssteigerung. Nutzen Unternehmen Automatisierungslösungen für integrierte Systeme, können sie digitale Business-Initiativen schnell unternehmensweit umsetzen – so werden automatisierte Integrationstools zum wichtigen Bestandteil des agilen Unternehmens. 

Automatisierte Integrationsdienste ermöglichen nicht nur höhere Einheitlichkeit und Effizienz an der Oberfläche, sondern auch tiefergehende Vernetzung. Die Vorteile dieses Branchentrends sind so überzeugend, dass wir künftig vermutlich verstärkt auf Integration und Automatisierung setzen werden.